Grundsätzlich unterscheidet man in der Technik der Filmmontage zwei verschiedene Methoden:
Im Rohschnitt wird das Filmmaterial vom Cutter “grob” zerteilt: Kleinere Korrekturen weggeschnitten (z.B Kamerawackler,längere Standphasen) um die Clips erstmals zu kürzen und einen Überblick über das Material zu bekommen. Da es wie gesagt auch nur der “Rohschnitt” ist, werden die meisten dieser Makro-Schnitte nur “ungefähr” also in der Timeline höchstens sekundengenau gesetzt. Bei Vegas bietet sich für diesen Prozess der Trimmer an.[open in Trimmer] Eines der bekanntesten Beispiele für eine Rohschnittfassung wird am 1.Dezember mit der Neuauflage der Alien:Quadrilogy-DVD Box erscheinen: Die 3-stündige Originalfassung von Alien³.
Auf den Rohschnitt folgt (logischerweise) der Feinschnitt. Im Gegensatz zum Rohschnitt werden die Schnitte hier präzise gesetzt. Da die Mikromontage das Gesamtbild eines Filmes mitbestimmt sollte man die Platzierung jedes Schnittes/Übergangs überprüfen. Diese Feinschnitte werden in Vegas meistens oder am besten immer direkt in der Timeline gesetzt wobei hier teilweise ein gesondertes Maß an Präzision erfordert wird in den Fingerspitzen.
Die Mehrheit der Schnitte in moderneren Filmen sind so genannte “Unsichtbare Schnitte”. Wie der Name schon sagt werden diese Schnittstellen so gewählt, dass es dem Betrachter nicht oder kaum auffällt was das Ansehen wesenlich erleichtert, meist in Kombination mit dem Kamerawinkel. Anm: In Hitchcocks “The Rope” aus dem Jahre 1924 verband man den sichtbaren Schnitt mit dem Unsichtbaren, was damals technisch noch nicht möglich war. Wenn z.B Filmrolle Nr 1 hinter einem schwarzen Gegenstand endete, setzte die folgende Filmrolle wieder dahinter an, was den Anschein ergibt es handle sich dabei um eine einzige Einstellung.
Weitere Schnittmuster sind :
Heutzutage verwendet man diese Technik absichlich um zu zeigen, dass Zeit zwischen den einzelnen Einstellungen vergangen ist.Generell kann man sagen dass er das genaue Gegenteil zum Match Cut ist.