Dieser Eintrag soll keine Hilfestellung zu Aufbau, Ideen oder Gliederung eines Warcraft 3 Skillmovies, Commercialspots, Replaycasts oder Machnimas sein, sondern nur Neueinsteigern den Anfang in diesem von außen gesehen komplizierten aber im Grunde sehr schön einfach zu bedienenden Spiel zu erleichtern.
Um in Warcraft 3 sinnvolle Ergebnisse zu erzielen kann man verschiedene Software benutzen:
Dabei kann man 2 verschiedene Arten von Szenen aufnehmen: Replay und Editor
Replayszene
Diese Art der Szene ist wie der Name schon sagt die einfache inGame aufgenommene Szene aus einem vorher gespielten oder abgespeicherten Replay. Dabei ist man gezwungen, sich auf die in Warcraft 3 zur Bewegung gegebenen Mittel zu benutzen:
Editorszene
Hierbei handelt es sich um im Welteditor von Warcraft 3 (wird mit installiert) entstandene sogenannte Cinematics die abgespeichert und dann als normales Spiel gestartet werden können. Der entscheidende Vorteil ist hierbei, dass sich alles was mit der Engine möglich ist auch umsetzen lässt, und das auf einfache weise. (Wer Lust hat sich in den programmierbaren Teil (Triggering) einzuarbeiten oder schon Kenntnisse mit anderen Editoren oder C bzw. C++ hat kann sich HIER ein gutes und ausführliches Tutorial ansehen.
Mit dem Editor lassen sich beispielsweise Kamerafahrten durch ein selbsterstelltes Gelände erstellen, in welchem Einheiten gespawnt werden und einen Kampf beginnen.
Wieder zur Theorie: Hat man nun eine fertige Kamerafahrt in einer beliebigen Karte gebastelt, speichert man die Karte einfach und startet sie dann (entweder inGame oder aus dem jew. Ordner). Das Aufnahmeprogramm muss vorher angeschaltet werden, damit es dann sofort genutzt werden kann. Bei Fraps können Szene aufnehmen (egal ob Replay oder Editor) und dann im Fraps-Installationsordner finden. Die Datei ist im AVI-Container mit dem Fraps-Codec konvertiert worden und kann daher direkt in ein Schnittprogramm gegeben werden. Wenn man bei Fraps eine lange Zeitspanne aufnimmt wird das Video in mehrere Parts gesplittet, welche dann entweder aneinandergereiht oder in einem Programm wie VirtualDub wieder zusammengefügt werden müssen.
Bei der Aufnahme sollte darauf geachtet werden, das keine Kartenränder oder die Maus unmittelbar zu sehen sind. Beim fertigen Movie sollte entweder ein Format wie 16:9/16:10 gewählt werden oder Borders gesetzt werden, um die Inventar- und Menürahmen im Spiel zu verdecken.
Wenn du einen Shoutcast über eine deiner echt gespielten Szenen legen möchtest frag doch einfach mal auf HIER nach, ob nicht jemand Lust hat was zu casten.
Eine weitere Möglichkeit, sein Movie mit höher detaillierten Szenen zu spicken ist das Nutzen des WC3-Modelviewers, welcher sehr ähnlich dem WoW-Modelviewer funktioniert. Dabei kann man jede beliebige Textur oder, viel wichtiger, jedes beliebige Model aus Warcraft 3, sei es ein Doodad oder eine Einheit, laden und ansehen. Man kann jede einprogrammierte Animation in jeder Geschwindigkeit abspielen lassen, was einem die Möglichkeit gibt, z.b. einen Dialog zwischen zwei Protagonisten in der Nahansicht zu drehen. Zur Aufnahme eignen sich viele gängige Desktop-Recorder (Wichtig wieder: auf die gute und flüssige Bildqualität achten).
Zum Schluss kann noch gesagt werden, dass sich viele grafische Dinge bei Warcraft 3 nicht direkt in den Grafikoptionen einstellen lassen. So kann man beispielsweise wenn man einen Flachbildschirm hat die Auflösung selber einstellen in der entsprechenden Registry-Datei (Als Warcraft 3 erschien gab es nur 4:3-Monitore). Antialising und Anisotropische Filterung lassen sich nur manuell mit Hilfe der neuen Grafikkarten und ihrer Treiber einstellen, aber sie verleihen der eingestaubten Engine einen extrem schicken Look.
von RyFridge